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Forschung an der Klinik

Stetige Verbesserungen und Innovationen sind notwendig, um den steigenden Anforderungen an die Qualität und Wirtschaftlichkeit der stationären Rehabilitation gerecht zu werden. Hierbei kommt der Reha-Forschung eine Zentrale Rolle zu.

Neue Erkenntnisse zu gewinnen, ist für eine kontinuierliche Verbesserung der Behandlung unverzichtbar. Forschung in der Rehabilitation sollte in erster Linie auch dort durchgeführt werden, wo Rehabilitation letztendlich stattfindet: in der Reha-Klinik. Umgekehrt kann Rehabilitationsforschung nicht losgelöst von der klinischen und Grundlagenforschung, wie sie an Universitätskliniken stattfindet, betrieben werden.

Die Kliniken als Standorte der Forschung bieten den Vorteil, das Forschung und konzeptuelle Entwicklung einerseits und die praktische Umsetzung andererseits ineinandergreifen. So können Konzepte in direkter Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten entwickelt und ihre Umsetzbarkeit und Praktikabilität kann unmittelbar in der Praxis überprüft werden.

Das Institut für Rehabilitationsforschung Norderney

Das Institut für Rehabilitationsforschung Norderney forscht seit über 25 Jahren auf dem Gebiet der Rehabilitation. In den Forschungsprojekten werden Konzepte und Maßnahmen entwickelt, die helfen, die Rehabilitation bei chronischen Erkrankungen und Behinderungen zu verbessern. Dabei wird auch überprüft, wie sirksam die Maßnahmen sind.

Das Institut für Rehabilitationsforschung Norderney wird seit 2012 von Prof. Dr. Bernhard Greitemann, zugleich ärztlicher Direktor der Klinik, geleitet. Das Institut koopiert eng mit dem Trägerverein VFR (Verein zur Förderung der Rehabilitationsforschung Norderney e. V.), der die Mehrzahl der Projekte finanziert.

Als Mitglied des Forschungsverbundes Rehabilitationswissenschaften NRW bestehen Kooperationen des Instituts mit der Universität und dem Uni-Klinikum Münster (Prof. Heuft), mit der DRV Rheinland und den Universitäten Bielefeld, Düsseldorf, Essen und Köln, der RWTH Aachen, der Hochschule Osnabrück sowie mit der Sektion Versorgungsforschung und Rehabilitationsforschung (SEVERA; ehemals Institut für Qualitätsmanagement und Sozialmedizin, AQMS) an der Uniklinik Freiburg (Frau Dr. Glattacker). Mehrere Projekte (zum Besispiel Rückenfit Umsetzung (RUM), PARZIVAR I und das Arbeitsbuch Reha-Ziele) wurden im Rahmen von Förderschwerpunkten und durch die DRV Bund und das BMBF gefördert. Zudem gibt es Kooperationen mit Forschungseinrichtungen im Ausland (Eureka, Euregio), in deren Rahmen unter anderem Systemvergleiche vorgenommen werden.

Die Abteilung Bad Rothenfelde

Die Abteilung Bad Rothenfelde des Instituts für Rehabilitationsforschung Norderney an der Klinik Münsterland führt seit 1998 Reha-Forschungsprojekte durch.

In Zusammenarbeit mit Ärzten, Pflegenden und Therapeuten werden Behandlungskonzepte, Curricula, Schulungen und Informationsmaterial für Rehabilitanden und Personal entwickelt sowie Prozesse evaluiert und optimiert (zum Beispiel Aufnahmegespräche und Zielvereinbarungen mit Rehabilitanden, Reha-Nachsorge und Reha-Vorbereitung). Zudem werden auch neue Reha-Formen entwickelt und erprobt (zum Beispiel berufsbegleitende Rehabilitation im Projekt Betsi und beruflich orientierte Rehabilitation im Projekt PRO MBOR). Die Konzepte werden im Klinikalltag umgesetzt und hinsichtlich zahlreicher gesundheitsbezogener Ergebnisparameter evaluiert.

Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung in Bad Rothenfelde besteht in Maßnahmen, die die Gesundheitskompetenz, die Selbstverantwortung und die aktive Beteiligung der Rehabilitanden in allen Phasen der Rehabilitation (auch über den stationären Aufenthalt hinaus) stärken, darunter Projekte zur Behandler-Patient-Kommunikation, zur partizipativen Zielvereinbarung mit Rehabilitanden und zur Reha-Nachsorge. Viele der Studien sind multizentrisch, das heißt es sind jeweils mehrere Reha-Einrichtungen beteiligt.

Der Abteilung Bad Rothenfelde des IfR gehören aktuell die folgenden Personen an: Prof. Dr. Greitemann als Abteilungs- und Institutsleiter, die Projektleiterinnen Dr. Susanne Dibbelt und Stephanie Fröhlich, die Dokumentationsassistenten Ralph Niemeyer und Edith Wulfert. Die Arbeit der Abteilung wird von einer studentischen Hilfskraft unterstützt. Neben der Entwicklung, Beantragung und Durchführung von Forschungsprojekten betreut das Forschungsteam auch Qualifikationsarbeiten (Dissertationen, Master- und Bachelor-Arbeiten) und führt Methodenberatungen für Kliniker, die sich weiterqualifizieren möchten, durch. Auch besteht die Möglichkeit, in der Abteilung ein Forschungspraktikum zu absolvieren.

Im Überblick wurden und werden in der Abteilung des IfR an der Klinik Münsterland die folgenden Themen in Forschungsprojekten beabeitet:

  • Die Rehabilitation orthopädisch-rheumatologischer Erkrankungen:

    • Aktive Patientenbeteiligung in der Rehabilitation: Wissenschaftliche Begleitung eines Modellvorhabens der Deutschen Rentenversicherung Westfalen am Beispiel muskulo-skelettaler Erkrankungen (Projekt APIR, 1997 – 2001)
    • Multimodale Rehabilitation des chronischen Rückenschmerzes (Projekte IOPKO, RUM und RUEVARELA)
    • Monitoring von Alltagsaktivitäten bei Patienten mit chronischen Nacken- und Rückenschmerzen; Teilprojekt des EUREKA-Programms (1996 – 2000)
    • Evaluation der Rehabilitation bei Amputationen
  • Optimierung der Behandler-Patient-Kommunikation(Projekte PAINT und OPTIPPAR)
  • Partizipative Vereinbarung von Reha-Zielen mit Rehabilitanden (Projekte PARZIVAR I und II; Projekt Arbeitsbuch Reha-Zielvereinbarung; in Kooperation mit dem Uniklinikum Freiburg (SEVERA, ehemals AQMS))
  • Die Optimierung von Dokumentation und Patienteninformation:

    • Die Entwicklung eines Prozess-Dokumentationssystems für den Routineeinsatz in der stationären medizinischen Rehabilitation in Zusammenarbeit mit der Universität Freiburg (Projekt REHA-PRODOK)
    • Verbesserung der Vorbereitung von orthopädischen Rehabilitanden auf die Rehabilitation durch diagnosegruppespezifische Information im Vorfeld (Projekt RE.IN)
  • Die Wirksamkeit telefonischer Reha-Nachsorge (Projekte TENOR I und II)
  • Die Wirksamkeit der orthopädischen Nachsorge der DRV Westfalen (Projekt EVORNA)
  • Optimierung der Medizinisch-beruflichen Rehabilitation(Projekt Pro MBOR)
  • Berufsbegleitendes multimodales Präventionsangebot (Projekt Betsi)

Hinweis:

Um die Lesbarkeit zu erleichtern, wird auf den Forschungsseiten das generische Maskulinum („der Mitarbeiter“ etc.) gebraucht. Natürlich sind immer Männer und Frauen gemeint.

Forschungsschwerpunkte an der Klinik Münsterland Bad Rothenfelde

Arbeitsgebiete: Forschungsprojekte an der Klinik Münsterland

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Institut für Rehabilitationsforschung Norderney
Abteilung Bad Rothenfelde

Rehaklinikum Bad Rothenfelde - Klinik Münsterland
Auf der Stöwwe 11
49214 Bad Rothenfelde
Tel. 05424 220-470 | Fax 05424 220-345

dibbelt.ifr@klinik-muensterland.de

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